Tanzfestival

Sommer 2026 – Roma

 

Zum dreizehnten Mal wird Origens Tanzfestival zum Ort künstlerischer Entdeckungen und choreographischer Uraufführungen. Junge Tanzschaffende entwickeln hier frei und unabhängig ihre eigene Handschrift und schaffen Werke von internationaler Ausstrahlung. Die diesjährige Ausgabe ist der antiken Stadt Rom gewidmet – Sinnbild von Macht und Vergänglichkeit, Liebe und Intrige. Ihre Mythen und Geschichten wirken bis heute nach und laden dazu ein, Vergangenheit und Gegenwart neu zu betrachten. Im Tanz werden diese grossen Erzählungen lebendig: Zwischen klassischen und zeitgenössischen Formen entfalten sich menschliche Dramen, politische Spannungen und zeitlose Fragen – unmittelbar, körperlich und berührend.

ilia jivoy

artist talk

Vom 23. Juli bis 9. August 2026 können Sie täglich mehrere Tanztheater besuchen, die speziell für Origen kreiert wurden. Intendant Giovanni Netzer spricht mit den Choreographinnen und Choreographen über Inspiration, Stil und Arbeitsweisen. Die Gespräche sind ohne Reservation frei zugänglich.

Riom | Clavadeira | 15.30 Uhr
jeweils an den Aufführungstagen des Tanzfestivals

 

panem et circenses

Lucas Valente verwebt Tanz, Ritual und Kochen zu einer sinnlichen Auseinandersetzung mit Erbe und Politik. Drei Frauen kneten, tanzen und hinterfragen: Was tragen wir weiter – und warum? Zwischen Ironie, Körperarbeit und Live-Pasta entsteht ein vielschichtiges Bühnenereignis.

Riom | Burg | 17 Uhr
23 | 24 | 25 | 26 | Juli 2026

 

dido und æneas

Sébastien Bertaud interpretiert Purcells Dido and Aeneas neu: Mit Tanzenden der Pariser Oper wird antiker Mythos zur intensiven Bewegungssprache. Zwischen Nähe, Spannung und Bruch entfaltet sich eine körperliche Tragödie von zeitgenössischer Kraft.

Riom | Clavadeira | 21 Uhr
23 | 24 | 25 | 26 | Juli 2026

 

romulus

Ilia Jivoy untersucht zeitlose menschliche Triebe: Ehrgeiz, Zweifel und Opferbereitschaft. Im Zentrum steht eine Figur zwischen Vision und Selbstkonflikt. So entsteht ein dichtes Porträt darüber, was in einem Menschen zurückbleibt, wenn die grosse Vision verwirklicht wurde.

Mulegns | Remise | 13 Uhr
29 | 30 | 31 Juli | 2 August 2026

 

in another life

Robert Robinson beleuchtet Ausgrabungen nicht als archäologischen Akt, sondern als sensibles Freilegen von Identität, Ort und menschlicher Existenz. Er untersucht, wie vergangenes Leben die Gegenwart formt. – Eine poetische Meditation über Zeit, Erinnerung und das, was bleibt.

Riom | Burg | 17 Uhr
29 | 30 | 31 Juli | 2 August 2026

 

when marble cracks

Brice Asnar erforscht ausgehend vom Untergang des weströmischen Reichs die Instabilität von Macht, Kontrolle und kollektiver Überzeugung. Systeme zerbrechen von innen, Spannungen treten hervor – und doch bleibt etwas bestehen, das sich immer wieder neu formt.

Riom | Clavadeira | 21 Uhr
29 | 30 | 31 Juli | 2 August 2026

 

messalina

Andrey Kaydanovskiy beschwört ein taumelndes Imperium hervor. Inspiriert von Messalina entsteht ein fragmentarisches Tanztheater über Macht, Begehren und Identität im Zerfall. Zwischen Antike und Gegenwart kippen Rollen, Systeme und Wahrheiten – bis nur die Frage bleibt, ob Freiheit Rettung ist oder Abgrund.

Mulegns | Remise | 13 Uhr
6 | 7 | 8 | 9 August 2026

 

of my blood

Nicola Wills widmet sich einer Familie im Strudel von Macht, Ambition und Verrat. Inspiriert von Agrippina und Nero beleuchtet sie die Dynamiken von Manipulation und familiärer Verstrickung im Spannungsfeld von Liebe und Ehrgeiz. – Ein düsteres Psychodrama über Kontrolle, Manipulation und den Preis von Herrschaft.

Riom | Burg | 17 Uhr
6 | 7 | 8 | 9 August 2026

 

trias

Maša Kolar hinterfragt den Zyklus von Mythos, Macht und Zerfall: Aus Ursprungserzählungen entsteht Ordnung durch Disziplin, die in kollektiver Ekstase zerbricht. Eine kritische Reflexion über wiederkehrende Muster gesellschaftlicher Transformation von der Antike bis heute.

Riom | Clavadeira | 21 Uhr
6 | 7 | 8 | 9 August 2026

robert robinson

Anreise nach Riom und Mulegns
Wir bitten Sie, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Im Ticketpreis für die Veranstaltungen in Riom und Mulegns ist die öV-Reise in der 2. Klasse ab allen Bahnhöfen und Haltstellen in Graubünden nach Riom bzw. Mulegns und zurück inbegriffen. Für Gäste aus dem Unterland gilt das öV-inklusiv-Angebot ab und bis Landquart.

Parkplätze in Riom befinden sich beim Dorfeingang, gegenüber der Abzweigung zur Burg. In Mulegns sind nur einzelne Parkplätze vorhanden; kostenlose Parkplätze befinden sich beim Langlaufzentrum in Rona oder gegenüber dem Hotel Restaurant Edelweiss in Sur. Von Rona und Sur gelangen Sie mit stündlich verkehrenden PostAuto-Verbindungen nach Mulegns und zurück.

 

Sonder-Rückfahrten ab Riom
Im Anschluss an die Abendaufführungen in der Clavadeira organisieren wir auf Anmeldung Rückfahrten ab Riom nach Cunter/Savognin/Bivio sowie nach Salouf/Mon/Tiefencastel mit Anschluss nach Lenzerheide/Chur und am Freitag und Samstag ins Oberengadin. Die Rückfahrt bis Tiefencastel und Bivio wird mit dem Theaterticket gebucht und ist im Preis inbegriffen.