Theater
BÜHNEN
Origen spielt im historischen Bestand, im theaterfernen Raum, in Burgen, Scheunen, Schlössern, Kirchen, Hotelsälen. Die Commedia zieht von Dorf zu Dorf, durch die vielen Täler. Natürlich spielen wir in der grossen Landschaft, im riesigen Welttheater der Jahreszeiten, das alles trägt und birgt.
Origens Sommerfestival
12. Juni – 22. August 2026
Der Sommer gehört der römischen Antike mit ihren archaischen Mythen, ihren phantastischen Legenden, ihren verklungenen Welten. Mit der Vokaloper Apocalypse startet Origen bereits im Juni auf Burg Riom in die Sommerspielzeit und zelebriert die zeitlosen, schaurigen Offenbarungen des Sehers Johannes – zwischen antiker Erinnerung und zeitloser Vision. Ab Ende Juni erobert dann Händels berüchtigter Julius Cäsar die Burgbühne und erzählt von seiner verhängnisvollen Liebe zur ägyptischen Königin Kleopatra – eingebettet in dramatisches Licht, barockem Gefühlstaumel, grosser Emotion.
Apocalypse
In der szenischen Oper Apocalypse des Bündner Komponisten Gion Antoni Derungs für Soli, Chor und Sprecher – nach einem Libretto von Giovanni Netzer – offenbaren sich die schaurigen, herrlichen Träume des Sehers Johannes, der sein Seelenleben in eindrückliche Bildwelten fasst. Die apokalyptischen Reiter bringen Krieg und Verderben, die Stadt Rom erscheint darin als gierige Grossmacht und erinnert an zeitgenössisches Kriegsgebaren. Über allem steht die Hoffnung auf eine klare, vollendete Himmelstadt, die sich dem bedrohten Seher offenbart. – Interpretiert wird das stimmgewaltige Werk von Mitgliedern des Ensemble Vocal Origen unter der Leitung von Clau Scherrer. Samuel Streiff spricht die biblischen Texte. Lukas Marian designt das Licht in den historischen Mauern. Martin Leuthold und das Atelier pôss gestalten die opulenten Kostüme.
Aufführungen
Riom | Burg
12 | 13 Juni 2026 | 18 Uhr
14 Juni 2026 | 11 Uhr
Giulio Cesare
Im Zentrum der Oper Giulio Cesare in Egitto (1724) von Georg Friedrich Händel stehen Macht, Rache und Verführung. Grosse Gefühle beherrschen die Bühne: Geschwister kämpfen um den Thron, ein Sohn sucht den Mörder seines Vaters, ein Feldherr übt sich in Vergeltung, und zwischen dem Herrscher Roms und der Königin Ägyptens entspinnt sich eine fatale Liebesbeziehung. Die Riomer Inszenierung fokussiert auf die grossen Gefühle der barocken Figuren und zeichnet ein Portfolio menschlicher Empfindungen, karg inszeniert, in gewaltiges Licht getaucht, am Flügel begleitet. Und es fokussiert dabei auf die menschlichen Abgründe der Figuren – auf das fein gesponnene Geflecht aus Leidenschaft, Hoffnung, Liebe und Verzweiflung.
Aufführungen
Riom | Burg | 17 Uhr
26 | 27 | 28 Juni | 10 | 11 | 12 | 16 | 17 Juli 2026
Hannibal – Freilichtspiel
auf dem Julierpass
Hannibal, der afrikanische Feldherr aus Karthago, zieht gegen Rom. Um seine Heimatstadt zu retten, überquert er mit einem riesigen Heer die Alpen und fällt der römischen Grossmacht in den Rücken. Der beispiellose Kriegszug durch das Hochgebirge fordert die Soldaten heraus, dezimiert seine Truppen, lässt schwelende Konflikte ausbrechen. Die Rast auf dem Pass wird zur Bewährungsprobe. Als römische Späher Hannibals Sohn entführen, entbrennt der Widerstand. Hannibal erinnert sich an sein Versprechen, zieht gegen Rom und bedroht die ewige Stadt bis ans Ende seines Lebens.
Spiel in der weiten Passlandschaft
Ein wuchtiges Zeltgebäude steht in der kargen Passlandschaft, schützt die Zuschauenden und beherbergt das Spiel. Die kraftvollen Darstellenden bringen die Landschaft zum Leben, verschwinden in der weiten Ebene, versinken im Schatten der Nacht. Ein mythisches Spiel, mitten in rauher, zeitloser Landschaft.
Spiegelbild unserer Zeit
Das Freilichtspiel auf dem Pass reflektiert nicht nur eine historische Legende. Es erzählt vom Machtgebaren der Grossmächte, vom verzweifelten Mut der Unterworfenen, vom Elend des Krieges. Darin ist es Spiegelbild unserer Zeit, in der scheinbar feste Ordnungen durch mutwillige Diktaturen zerstört werden.
Aufführungen
2° | 3 | 4 | 10 | 11 | 17 | 18 | 24 | 25 | 26 | 28 Juli | 20.30 Uhr
4 | 5 | 13 | 14 | 15 | 21 | 22 August | 20 Uhr
° Vorpremiere junges Publikum
Einführungen in Mulegns | Remise
Eine ausgedehnte Einführung in das Werk beleuchtet den historischen Hintergrund, die Entstehung des Werkes, die Idee der Inszenierung, das internationale Ensemble. An den Aufführungstagen des Freilichtspiels im Juli findet die Einführung um 17 Uhr statt; im August bereits um 16.30 Uhr.
Anreise zum Freilichtspiel
Das Freilichtspiel ist ausschliesslich mit den PostAuto-Sonderfahrten erreichbar. Der Fahrpreis ist im Eintrittspreis inbegriffen. Eine Reservation ist bei der Buchung erforderlich. Für den Besuch der Einführung in Mulegns reisen Sie auf eigene Kosten individuell an und benützen die Sonderfahrt ab Mulegns. Die Rückfahrt kann auf Anmeldung an eine andere Haltstelle der von den Sonderfahrten bedienten Ortschaften erfolgen, z.B. Hinfahrt ab Mulegns, Rückfahrt nach Chur.