Theater

Am Anfang war das Theater. Origens Herz schlägt für die Bühne, die Musik, den Tanz, den Kult. Die thematische, zeitgenössische Kreation prägt die Programmierung. Das Sprachenspiel lebt in den Alpen und gehört auf die Bühne. Das Theater lehrt Welt zu gestalten. Es deutet, weitet, spiegelt das Leben. Im Bühnenspiel ereignet sich die Welt.

Totentanz

BÜHNEN

Origen spielt im historischen Bestand, im theaterfernen Raum, in Burgen, Scheunen, Schlössern, Kirchen, Hotelsälen. Die Commedia zieht von Dorf zu Dorf, durch die vielen Täler. Natürlich spielen wir in der grossen Landschaft, im riesigen Welttheater der Jahreszeiten, das alles trägt und birgt.

serum_Burg Riom

roma | Origens Sommerfestival
12. Juni – 22. August 2026

 

Das Surses ist eine archäologische Wunder­kammer. In keinem anderen Tal des Kantons häufen sich die antiken Relikte so dicht wie hier. Soldatenlager, Kriegsschauplätze, Bernstein­funde, Luxusherbergen, Sprachrelikte und Heiligtümer säumen die Passstrasse. Es wird Zeit, der Antike etwas Raum zu geben, kulturelle Wurzeln kritisch zu reflektieren und die Gegenwart in die Vergangenheit zu spiegeln. Wir tun dies mit einem gewaltigen Freilichtspiel, mit zeitgenössischem Tanztheater, hochdramatischem Opernwerk, einer fröhlichen Commedia, der zeitlosen Gregorianik. 

Und natürlich nehmen wir Sie mit auf die kreative Reise durch ein Tal, das kulturelle Meilensteine setzt, der Baukultur frönt und Gastgeber sein will.

A reveir an Surses

Dido und Aeneas 2

Die dritte Tanzwoche

Origens Tanzfestival läuft auf Hochtouren. Die wohl intimste und exklusivste Werkstatt für zeitgenössisches Tanztheater, mitten in den Hochalpen, strotzt vor Kreativität. Gleich drei neue Choreographien prägen die dritte Festivalwoche vom 6. bis 9. August. Sie alle kreisen um das Phänomen der Macht, skizzieren neue Kaiserportraits und erforschen den Untergang. Am Donnerstag feiern wir drei Uraufführungen. Wir sind gespannt.
 

Den Anfang macht Andrey Kaydanovskiy in der Mulegnser Remise. In «Messalina» porträtiert er die berüchtigte Kaiserin, deren Leben von aggressivem Machtgebaren und grossem Freiheitsdrang geprägt war. Angereichert mit Live-Band und Bühnenschauspiel gerät der Abend zum eruptiven Ereignis.

 

Nicola Wills, die choreographische Entdeckung des letzten Sommers, setzt mit «Of My Blood» auf eine toxische Familienbeziehung. Wills porträtiert Nero und Agrippina und findet den Keim diktatorischer Willkür in manipulativen Familienstrukturen. Die Burg Riom bildet den archaischen Hintergrund für das Werk.

 

Die dritte Choreographin, Maša Kolar, erschafft erstmals für Origens Bühnen und bespielt die Arena in der Riomer Clavadeira. In «Trias» studiert sie das Werden und Vergehen grosser Kulturen, erforscht deren mythischen Ursprung, untersucht deren Auflösung im Chaos – und schafft Parallelen zum Zeitgeschehen.

 

Die Fachplattform tanznetz.de würdigt den Auftakt des Origen Festivals und hebt die besondere Verbindung von Tanz, einzigartigen Spielstätten und Landschaft hervor. Der Bericht vermittelt einen stimmungsvollen Eindruck des diesjährigen Festivals und seiner ersten Produktionen.